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Unsere Jahresfahrt 2022 hatte Luxemburg zum Ziel sowie die diesjährige Europäische Kulturhauptstadt Esch-sur-Alzette. Ein Abstecher ins französische Pays des Trois Frontières komplettierte das Programm.

Am frühen Freitagmorgen führte die Fahrt über Köln und die Eifelstrecke, an der luxemburgischen Hauptstadt vorbei, direkt nach Esch-sur-Alzette, einem luxemburgischen Grenzort zu Frankreich. Unterwegs gab es eine Picknickpause mit Crémant und Quiche lorraine. Ein Dankeschön an Françoise und Petra!

Esch-sur-Alzette verdankt seine Geschichte dem reichen Eisenerzvorkommen, das hier im Tagebau abgebaut werden konnte. Hier hatte vor ca. 120 Jahren in großem Stil die Gelsenkirchener Bergwerksgesellschaft unter Emil Kirdorf investiert und Esch-sur-Alzette endgültig zu einem bedeutenden Standort der Schwerindustrie entwickelt. Heute ist die Stadt Sitz der Université du Luxembourg mit einer Reihe von ausgefallenen Neubauten, die auf und um das Areal der ehemaligen Eisenhütte Belval errichtet wurden. Dabei wurden zwei Hochöfen erhalten und restauriert. Ein Aufzug ermöglicht den mühelosen Besuch. Die ehemalige Möllerei – eine große Fabrikhalle, in der einst das Eisenerz aufbereitet wurde - beherbergt heute die zentrale Universitätsbibliothek.

IMG 3436IMG 5447Unsere Führung begann mit einem einführenden Vortrag durch einen an dieser Transformation maßgeblich beteiligten Architekten, der uns dieses Projekt, in das bisher mehr als eine Milliarde Euro an Investitionen geflossen sind, erläuterte und in der anschließenden Führung vorstellte. Belebt wurde die gesamte Szenerie von zahlreichen Studierenden, die an diesem Tag zur Einschreibung angereist waren. Abschluss des Tages war das gemeinsame Abendessen im Hotel.

 

Zwei Nächte im zentral gelegenen Hotel Français ermöglichten uns bequem die Erkundung der luxemburgischen Altstadt zu Fuß, so am Samstagmorgen in Begleitung eines einheimischen Gästeführers. Seine Erläuterungen gingen weit über die Architektur hinaus und seine Begeisterung für die luxemburgische Lebens- und Denkart und die europäische Idee wirkte ansteckend.

Am Sonntagmorgen fuhren wir im Bus an die Mosel und über den Grenzort Schengen ins Pays des Trois Frontières, dem Grenzland zwischen Frankreich, Luxemburg und Deutschland zum nahegelegenen Château de Malbrouck. Hoch über dem benachbarten Dorf Manderen und frisch renoviert im Stile einer mittelalterlichen Festung präsentiert sich diese Burg dem Besucher als Viereckanlage mit großem Innenhof. Sehenswert ist die Anlage und die dort eingerichtete große Ausstellung zum Grafiker René Goscinny, Schöpfer der Helden der bekannten Bandes Dessinées wie Astérix, Lucky Luke, Iznogoud und auch des Petit Nicolas. Die steile und enge Anfahrt bis vor die Tore der Burg war auch mit unserem Bus möglich.

IMG 5533IMG 3521 2Anlässlich des Tages des offenen Denkmals (Journées européennes du patrimoine) war zudem ein Brunch eingerichtet im Innenhof der Burg, „sous les châpiteaux“ wegen möglicher Niederschläge. Der Regen blieb aus und wir konnten bei spätsommerlicher Sonne die angebotenen Leckereien der Küche des Hauses genießen, dazu die Live-Musik einer vierköpfigen Combo, sämtlich musikalische Leckerbissen, die von Jean-François, einem gebürtigen Lothringer, als authentische Melodien seiner Kindheit und Jugend identifiziert wurden. Am Ende wurde auch noch getanzt, dennoch mussten wir unsere Rückkehr antreten. Pünktlich um zwanzig Uhr trafen wir wieder in Recklinghausen ein.

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