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Die diesjährige Jahresfahrt der DFG Recklinghausen stand ganz im Zeichen der Kunst. Das letzte Werk des Verpackungskünstlerpaares Christo und Jeanne-Claude, die Verhüllung des Arc de Triomphe, war zu besichtigen und Anlass für diese Fahrt. Die neueröffnete Handelsbörse im Zentrum der Hauptstadt als Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst gehörte ebenso zu dem Programm, das Monique Lütgens entworfen hatte, wie ein Besuch des Künstlerdorfes Barbizon, in dem sich einst eine Anzahl von Künstlern niedergelassen hatten, um ihre Staffelei in der freien Natur aufstellen zu können.


Immer noch unter gewissen Beschränkungen durch die Corona-Pandemie, die im vergangenen Jahr zum Ausfall der bereits ausgebuchten Jahresfahrt führte, startete die Reise am Freitagmorgen mit ca. 30 Mitreisenden – sämtlich geimpft oder genesen.

Mit Verena Suden hatte Monique eine erfahrene und freundliche Chauffeurin engagiert, die einigen Mitreisenden von der Fahrt nach Lyon bekannt war. Sie setzte uns nach einer souveränen Tour durch den dichten Stadtverkehr des Freitagnachmittags punktgenau und termingerecht an der Bourse de Commerce ab. Die Führung durch den vom Milliardär Pinault aufwändig renovierten Rundbau mit einer ersten Ausstellung aus seiner umfangreichen Kunstsammlung gewährte uns Einblicke in die neueren und neuesten Tendenzen der bildenden Kunst. Als weiteres Highlight wurde uns die im Untergeschoss befindliche Dampfmaschine vorgestellt, ein erhaltenes Original der Erstausstattung des Gebäudes. Unerwartet an diesem Ort, aber nicht ganz so außergewöhnlich für uns als Touristen aus dem Ruhrgebiet.

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  Die Begegnung mit dem eingepackten Triumphbogen erfolgte für einen Teil der Gruppe bereits ein erstes Mal in der Nacht nach einem gemeinsamen umfangreichen Dîner in einem ausgesuchten Restaurant im ehemaligen Hallenviertel und einem Spaziergang durch das illuminierte Paris. Noch war die Place de l'Étoile für den Straßenverkehr freigegeben. Anders am Samstag. Nun konnte an das verhüllte Denkmal herangetreten und es durfte sogar angefasst werden.
Gar einen Zipfel des Kunstwerks zu erhaschen hatte das Glück, wer nach einiger Beobachtung sich an eine der Personen wandte, die aus einem unscheinbaren Umhängetäschchen heraus Einzelstücke kleiner quadratischer Stofffetzen verteilten.

Am Sonntag fuhren wir hinaus nach Barbizon, einem Dorf in der Nähe von Fontainebleau. Dort hatte sich ab der Mitte des 19. Jahrhunderts eine Reihe von Künstlern eingefunden, die nicht mehr im Atelier produzierten, sondern in „freier Natur“ ihre Motive fanden und die Leinwand bearbeiteten. Zu ihnen gehörten, um nur die bekanntesten zu nennen, Millet, Corot und Rousseau, eingegangen in die Kunstgeschichte als die „Schule von Barbizon“. Eine Wanderung durch den angrenzenden Wald führte uns zu einigen Originalschauplätzen und sorgte für besten Appetit beim traditionellen mittäglichen Pique-nique auf der Wiese vor dem Office de Tourisme mit tagesfrischen Einkäufen vom sonntäglichen Markt in Paris. Fazit: Paris vaut toujours un voyage.

 

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